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Der BREXIT und seine Konsequenzen für Exporteure

Author Achim Ritz Geschrieben von Achim Ritz, am 27. Oktober 2016

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sieht in Großbritannien auch nach dem BREXIT einen für Deutschland wichtigen Handelspartner. In Bezug auf Importe ist Deutschland für das Vereinigte Königreich auf Platz eins; bei den Exporten aus dem Vereinigten Königreich steht Deutschland nach den USA auf Rang zwei. Im Jahr 2015 betrug das Volumen der deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich 89,3 Mrd. Euro; wichtigste Exportgüter waren Kraftwagen und Kraftwagenteile (29,1 Mrd. Euro), sowie Maschinen (8,8 Mrd. Euro).

Durch den Austritt von Großbritannien aus der EU kommen wieder neue Handelshemmnisse ins Spiel, die eigentlich lange abgeschafft waren. Im schlimmsten Fall werden Exportgeschäfte wieder deutlich teurer, weil Zölle auf Waren erhoben oder Einfuhrbeschränkungen beschlossen werden. Wahrscheinlicher ist jedoch ein Status, wie ihn die Schweiz und Norwegen haben. Dabei hemmen zwar keine Zölle den Handel, dafür aber nicht-tarifäre Handelsbarrieren wie Anmeldeformalitäten oder technische Vorschriften.

Bis zum Abschluss der Austrittsverhandlungen wird es noch eine Weile dauern und noch ist nicht absehbar, wie die Konstruktion zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich am Ende aussehen wird. Nach Vollzug des BREXITs werden Exporte nach Großbritannien als ATLAS-Ausfuhranmeldung deklariert und übermittelt werden müssen. Das heißt, dass aus Sicht des Zolls das Anmeldevolumen für Drittlandsausfuhren steigen wird.

Für Sie als Anwender von AES FOR YOU! bleibt auch die Ausfuhranmeldung ins vereinigte Königreich komfortabel, da die anzugebenden Informationen über die vollständig hinterlegten Codelisten vorgegeben und über die umfangreichen Plausibilitätsprüfungen abgesichert werden. Bei der Recherche nach ggfs. notwendigen neuen Codierungen wird CLEVER weiterhin unterstützen.

Sehr viel spannender wird die Frage nach den Konsequenzen des BREXIT aus präferenzrechtlicher Sicht werden. Was bisher im innereuropäischen Warenverkehr einfach ausgetauscht werden konnte, muss nach dem BREXIT beim Export nach GB präferenzrechtlich bewertet werden. Auf welche Lösung sich die EU und Großbritannien einigen – Drittlandsabkommen oder ein „EFTA-Konstrukt“ – und welche Anforderungen sich hieraus für die Wirtschaftsbeteiligten in Deutschland ergeben bleibt abzuwarten. Wir bleiben mit GENESYS am Ball.

Quelle:
[1] http://www.bmwi.de/DE/Themen/Europa/brexit,did=771554.html

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