Konstante Qualität, besseres Erlebnis – warum UX unsere Anwendungen verbessert

User Experience

 

User Experience (kurz UX), dieser englische Begriff gibt auf einfache Weise ein komplexes Thema wieder – die Nutzererfahrung. Und genau darin liegt die Kunst der User Experience: eine komplexe Sache wie die Interaktion eines Menschen mit einem System, in jedem ihrer Aspekte so einfach und intuitiv wie möglich zu gestalten. 

Das U in UX steht für User, also den Nutzer. Er ist der Protagonist, wenn es darum geht gute User Experience zu betreiben, und die erste Anlaufstelle für jedes Unternehmen, das sich entscheidet die Phasen des Menschzentrierten Gestaltungsprozesses zu durchlaufen.
Doch auch die zweite Komponente der UX, das X darf nicht vernachlässigt werden, es steht für die Experience, also das Erlebnis, das ein Nutzer bei der Interaktion mit einem Produkt hat. Dieses Erlebnis entscheidet darüber, ob dieser zum Kunden wird, als Kunde bestehen bleibt oder eben nicht.

 

 

Unsere Lösungen haben einen großen und nützlichen Funktionsumfang und sind zuverlässig. Aber ganz ehrlich – leicht und intuitiv bedienbar – da haben wir Potential, um es den Anwendern leichter zu machen.

Dominik Wild

Vorstand, BEX Components AG

Wir von BEX haben die Wichtigkeit, unsere Nutzer zu verstehen erkannt und deshalb bereits Ende 2019 in Zusammenarbeit mit UX-Spezialisten von Interfacewerk begonnen den UX-Prozess bei uns zu integrieren. Seit März haben wir unser Team um zwei UX-Studentinnen erweitert, die uns dabei unterstützen den UX-Prozess in allen Bereichen zu implementieren. 
Damit auch Sie von unserem neu gewonnenen Wissen zum Thema UX profitieren und das Erlebnis Ihrer Kunden verbessern können, haben wir im Folgenden die vier iterativen, also sich stetig wiederholenden Phasen der UX näher erläutert.

Menschzentrierter Gestaltungsprozess

Abb. 1: Der Menschzentrierte Gestaltungsprozess

Phase 1: Den Nutzerkontext verstehen und beschreiben
Die Basis für jede gute Interaktion ist ein gegenseitiges Verständnis. Als Nutzer eines Produkts stellt man sein Verständnis des Unternehmens und der gekauften Anwendung bereit. Für eine wechselseitige Interaktion fehlt hier aber ein oft vernachlässigter Aspekt: das Nutzerverständnis von Seiten des Anbieters. Dies gilt es in der ersten Phase zu erkennen und umzusetzen.
Um seinen Nutzer und seine Anforderungen unverfälscht zu verstehen, bedarf es der Anwendung passender UX-Methoden.
Hierbei können unter anderem Beobachtungen der Nutzer in ihrem natürlichen Arbeitsumfeld und eine Selbstprotokollierung der Nutzer zu ihrem Umgang und ihren Gedanken in Bezug auf die Anwendung eingesetzt werden, um sämtliche Aspekte der Interaktion auf Nutzerseite zu verstehen.

Phase 2: Nutzungsanforderungen definieren und spezifizieren
Wenn die erste Phase erfolgreich abgeschlossen ist, haben Sie sich eine umfangreiche Sammlung verschiedener Feedbacks Ihrer Kunden und gesetzlicher, sowie technischer Vorgaben angeeignet. Doch es reicht nicht aus, diese nur zu kennen, wichtig ist sie zu verstehen und richtig einzuordnen. 
Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen sind grundverschieden, ihre Unterschiede zu erkennen und sie richtig wiederzugeben bildet einen weiteren Grundpfeiler des UX-Prozesses – die Nutzungsanforderungen.
Als Basis für die richtige Einschätzung der Wichtigkeit eines Kundenfeedbacks dient das KANO-Modell, welches die Wichtigkeit von Feedback abhängig von Kundenzufriedenheit und Qualitätseigenschaften bewertet.

KANO-Modell

 

 

 

Begeisterungsfaktoren können mit der Zeit zu Leistungsfaktoren und anschließend zu Basisfaktoren werden.

Abb. 2: Das KANO-Modell

Phase 3:  Lösungen entwerfen und konzipieren
In der dritten Phase gilt es, das in den beiden vorangegangenen Phasen erworbene Wissen umzusetzen. Hierbei sollte vermieden werden die Lösung direkt perfekt fertigstellen zu wollen. 
Eine Lösung sollte mit möglichst wenig Aufwand änderbar sein, um sie im Laufe des dynamischen Prozesses immer wieder an die neuen Erkenntnisse anpassen zu können. Um diese dynamische Arbeitsweise zu gewährleisten, können Design-Tools wie beispielsweise Adobe XD oder InVision genutzt werden.

Phase 4: Den Entwurf validieren und anpassen
Wurden alle Systemanforderungen berücksichtigt? In dieser Phase wird es spannend. Hier prüfen Sie Ihre Lösungen auf Herz und Nieren, indem Sie den Nutzer direkt mit dem System interagieren lassen. Hierfür werden Methoden wie das Usability Testing eingesetzt, die zum Ziel haben den Prototyp zu evaluieren und möglicherweise fehlende Aspekte zu entdecken. Diese können
• nicht berücksichtigte Benutzergruppen aus Phase 1,
• vergessene Anforderungen aus Phase 2 oder
• nicht intuitive Designlösungen aus Phase 3 sein.
Tritt einer oder treten mehrere dieser Aspekte auf, wiederholt man die entsprechende/n Phase/n und durchläuft den Menschzentrierten Gestaltungsprozess ab der relevanten Phase erneut.

Der Menschzentrierte Gestaltungsprozess – oder auch UX-Prozess – ist Ihnen nun hoffentlich kein Fremdwort mehr. Hierbei ist wichtig, dass es sich dabei nicht um einen klar durchnummerierten Prozess handelt, sondern ein iteratives, also ein sich in sich wiederholendes, Arbeitsschema. Aber wann endet der Prozess? Wenn Sie stetig gute UX betreiben wollen – nie. Die Nähe zum Kunden und das Erkennen neuer Anforderungen bleiben auch nach der Veröffentlichung eines Produkts unerlässlich, um Ihrem Kunden seine Arbeit mit dem Produkt so einfach und intuitiv wie möglich zu gestalten.
Genau deshalb ist es für uns von großer Bedeutung mit unseren Kunden und Partnern stetig den Kontakt zu halten, um gemeinsam mit ihnen unsere Anwendungen zu verbessern. 

Sie sind interessiert uns auf unserem Weg der stetigen Verbesserung zu begleiten? 
Dann werden Sie gerne Teil unseres Testerpools und testen die BEX Produkte und Entwürfe schon vor dem offiziellen Release.

Artikel geschrieben von Kim Kira Stöhr und Franziska Rudolf:
Wir sind nun schon seit 5 Semestern Studentinnen der User Experience an der HS Aalen und haben das Ziel Produkte zu entwerfen, die dem Nutzer den Alltag erleichtern. Da die BEX Components AG das selbe Ziel verfolgt, sind wir seit März 2020 die studentische Unterstützung im UX-Bereich. Sollten Sie darüber oder über uns mehr erfahren wollen, zögern Sie nicht sich bei uns zu melden.
Geschrieben von <a href="https://www.bex.ag/blog/author/nese/" target="_self">Nese Öztunc</a>

Geschrieben von Nese Öztunc

Seit Juli 2016 bin auch ich ein Teil der BEX und zuständig für alles, was mit Marketing Kommunikation und Content zu tun hat. Unseren BEXblog gestalten wir gemeinsam mit den Kollegen aus den Fachbereichen. Sie haben Fragen, Wünsche, Anregungen oder wollen uns einfach nur mal loben? Über unser Kontaktformular können Sie uns jederzeit kontaktieren, wir melden uns zeitnah. Weiterhin viel Spaß beim Lesen.

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