Elektronischer Nachweisaustausch mit der eBVZH-Schnittstelle

Was war der Auslöser, um eine Schnittstelle bereitzustellen? Fehler beim Eintippen der Daten beim Anfordern, Ausstellen und Einpflegen? In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen die Hintergründe der Präferenzabkommen erläutern und Ihnen die Vorteile der eBVZH-Schnittstelle in diesem Zusammenhang aufzeigen.

Die Europäische Union hat mit zahlreichen Ländern bilaterale Präferenzabkommen geschlossen. Das heißt, die beiden Vertragsparteien erheben für Ursprungswaren der jeweils anderen Partei keine oder ermäßigte Zölle. In den Abkommen enthalten sind Regeln, wie zu ermitteln ist, ob eine Ware Ursprungsware im Sinne des Präferenzabkommens ist.

Die Präferenz muss über Dokumente nachweisbar sein und die Präferenzermittlung für den Zoll nachvollziehbar dargestellt werden.

Innerhalb der EU ist die (Langzeit-) Lieferantenerklärung der verpflichtende Nachweis zur Dokumentation und Weitergabe der Präferenzeigenschaft einer Ware. Der übliche Anforderungs- und Ausstellungsprozess sieht bis heute den Austausch von Dokumenten vor, die entweder noch auf Papier oder elektronisch als PDF erstellt werden. Um diese Information software-unterstützt, zum Beispiel in GENESYS, auswerten zu können, müssen diese mühsam in das System eingetippt werden. Weitere, durchaus gebräuchliche Vereinfachungen liefern Nachweisdaten in normalerweise nicht standardisierter Dateiform oder als Excel-Tabelle.

Die neue eBVZH-Schnittstelle setzt genau hier an und eliminiert Medienbrüche und ermöglicht den Datenaustausch in einem standardisierten Format. Der 2015 im BVZH (Bundesverband der Zollsoftware-Hersteller) gegründete Arbeitskreis hat ein übergreifendes, elektronisches Austauschformat definiert, welches nun in den Software-Lösungen der Verbandsmitglieder zur Verfügung steht.

Auch GENESYS stellt eBVZH-kompatible Nachweise aus und kann eBVZH-Lieferantenerklärungen importieren. Für den Anwender bedeutet dies:

  • rechtssichere Nachweise,
  • keine Medienbrüche bei der Einpflege der Nachweise in eine WuP-Software,
  • Zeitersparnis und
  • weniger Fehler.

Durch die Umsetzung in Form eines einfachen Anhangs an das durch GENESYS erstellte PDF-A-Dokument bleibt dies für den Anwender transparent und im Hintergrund. So können Präferenzdaten ohne Mehraufwand elektronisch transportiert und vom empfangenden WuP-System eingelesen werden. Im weit verbreiteten Adobe Reader kann dieser Anhang einfach angezeigt werden:

le mit ebvzh

Langzeit-Lieferantenerklärung

WuP-Systeme, die Nachweise mit enthaltener eBVZH generieren können und Lieferantenerklärungen, die Daten im eBVZH-Format enthalten, sind mit folgendem Logo gekennzeichnet: eBVZH_Button

Mein Fazit:

Digitalisierung ist in aller Munde. Mit der eBVZH-Schnittstelle bietet GENESYS eine weitere große Option einen bisher sehr papierlastigen Prozess komplett und ohne zusätzlichen Aufwand sicher in die neue Welt des elektronischen Datenaustausches zu überführen.

Weitere Infos hierzu finden Sie unter folgenden Links:

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Geschrieben von <a href="https://www.bex.ag/blog/author/achim/" target="_self">Achim Ritz</a>

Geschrieben von Achim Ritz

Achim Ritz ist einer der Mitgründer der BEX. Seitdem begleitete er die Firmenentwicklung in verschiedenen Positionen, zuletzt als Vorstandsvorsitzender. Anfang 2020 verließ er das Unternehmen auf eignen Wunsch, um sich neuen Herausforderungen und Projekten zu widmen. Wir blicken gerne zurück und lesen weiterhin die Artikel von Herrn Ritz. Hier gelangen Sie zu seinem XING-Profil.

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