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BREXIT-Zusammenfassung

Author Martin Bullinger Geschrieben von Martin Bullinger, am 12. April 2019

Brexit

[UPDATE 12.04.2019]
Wie aus den aktuellen Meldungen zu entnehmen ist, wurde der BREXIT-Termin am 12.04.2019 abgesagt. Das neue offizielle Austrittsdatum für den BREXIT ist voraussichtlich der 31. Oktober 2019.

Vom Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) erhielten wir die Auskunft, dass das für den 13. April 2019 geplante Wartungsfenster „Brexit“ entfallen wird. Das Ausfuhrportal arbeitet an diesem Tag wie gewohnt. Sobald uns neue Informationen vorliegen, erfahren Sie an dieser Stelle mehr.


[UPDATE 27.03.2019]
Auch nach wochenlangen Verhandlungen gibt es zum BREXIT immer noch wenig Handfestes zu berichten. Theresa May konnte im britischen Parlament bisher keine Mehrheit für einen geregelten Austritt aus der Europäischen Union gewinnen. Daher ist der Stichtag 29. März 2019 vom Tisch und eine Verschiebung zum 12. April 2019 gilt als wahrscheinlich.
Die Zollverwaltung hat hierzu eine ATLAS Teilnehmerinfo herausgegeben, dass am 13. April 2019 die Systeme umgestellt werden. Die ATLAS INFO 1757/19 können Sie unter diesem Link downloaden.

Bislang sind die Codelisten zum Testen von Ausfuhren nach GB bei einem BREXIT aufgrund der ausstehenden Einigung noch nicht verfügbar. Sobald die Codelisten zur Verfügung stehen werden diese von uns unmittelbar bereitgestellt.
Momentan gibt es folgende BREXIT Szenarien:

  1. BREXIT ohne Deal
  2. Theresa Mays Deal
  3. Verbleib in der Zollunion
  4. Zweites Referendum
  5. No Brexit
  6. Backstop streichen
  7. Das Kanada Modell
  8. Das Norwegen Modell

Mittlerweile gehen immer mehr Menschen in Großbritannien auf die Straße, um gegen den BREXIT zu demonstrieren.

Bei etwaigen Neuigkeiten halten wir Sie auf dem Laufenden, welche Auswirkungen und welche Vorkehrungen wir hierzu in unseren Softwarelösungen treffen.


[Erstellt: 18.12.2018]
In das Thema BREXIT will auch zum Jahresende hin keine Ruhe kommen. Kaum ein Tag vergeht, an dem es nicht neue Schlagzeilen gäbe und es fällt mitunter schwer der aktuellen Entwicklung zu folgen. Es scheint als will diese „unendlich Geschichte“ einfach nicht zum „Happy End“, geschweige überhaupt zu einem Ende kommen.

Deshalb haben wir die wichtigsten Fakten zum aktuellen Stand des BREXITs zusammengefasst.

Fakt ist: Großbritannien wird ab dem 29. März kommenden Jahres die Europäische Union nach momentanem Stand der Dinge offiziell verlassen haben.

Einige Dinge nehmen zwar nun endlich Gestalt an. Um den zukünftigen Warengrenzverkehr zu regeln, hat das britische Parlament beispielsweise bereits ein eigenes Zollgesetz verabschiedet, welches Sie unter diesem Link abrufen können.

 

Mögliche BREXIT Szenarien

Auf welche Fälle müssen sich jedoch deutsche Unternehmen einstellen?

Da eine Einigung zum Ablauf noch ausstehend ist gibt es hierbei folgende Möglichkeiten:

 

Fall 1 – Worst Case: Harter Brexit

Ein harter Brexit wäre die wohl schlechteste Lösung: keine Möglichkeit der Präferenzgewährung und ein regulärer Drittlandstatus wären die Folge.

Fall 2 – Zollunion

Ein Abkommen zur Bildung einer Zollunion, ähnlich wie mit der Türkei wäre eine Alternative. Eine Zollbefreiung bei Nachweis des Status Unionsware könnte hier in Anspruch genommen werden. Eine Zollunion könnte zudem zur Vermeidung einer „harten“ Grenze zwischen Irland und Nordirland beitragen, da die Notwendigkeit für Grenzkontrollen reduziert würde.

Fall 3 – Free Trade Agreement (FTA)

Bei einer Einigung auf lediglich ein Freihandelsabkommen wäre die Erlangung einer Präferenz möglich. Allerdings unter der Voraussetzung, dass bei Exporten nach Großbritannien jedes Mal eine Präferenzkalkulation durchzuführen ist.

Fall 4 – Exit vom BREXIT

Aus zollrechtlicher Sicht wäre beste Lösung der Exit vom Brexit– auch dies wird noch diskutiert ebenso wie eine Übergangsfrist bis 2020. Dann würde sich im März 2020 erstmal nichts ändern.

Die Prüfung des Europäischen Gerichtshofs hat derweil ergeben, dass Großbritannnien den Brexit noch einseitig ohne Zustimmung der übrigen EU-Länder stoppen könnte.

 

Brexit aus Präferenzsicht:

Sollte es allerdings zum Brexit kommen sind Lieferantenerklärungen aus GB ab dem 29.03.2019 nicht mehr gültig!

Waren, welche ab diesem Tag aus Großbritannien „exportiert“ und in die EU „importiert“ werden, müssen als Nichtunionswaren angesehen werden.

In diesem Fall müssen Zollanmeldungen abgegeben, Ausfuhrgenehmigungen, Verfahrensvereinfachungen und ggf. Einfuhrlizenzen beantragt werden.

Näheres hierzu und wie sich die Handhabung in mit Präferenzkalkulation in GENESYS gstalten wird, haben wir in unserem vorangegangenen Artikel zusammengefasst:

BREXIT – Präferenzkalkulation, Warenverkehr – was gilt es für Unternehmen zu beachten?

Ist der deutsche Zoll auf den Austritt vorbereitet?

Auch die Zollverwaltung hat noch kein Feedback abgegeben, ob die ATLAS Software zum Stichtag Zollanmeldungen nach und von Großbritannien annimmt.

Fragen? Unklarheiten? – Kein Problem!
Das BEX Support-Team steht Ihnen von Montag bis Freitag von jeweils 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr zur Verfügung.