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BEX TO THE FUTURE – BEX-Komponenten jetzt kompatibel mit S/4HANA®!

Author Stefan Kluge Geschrieben von Stefan Kluge, am 20. März 2018

Eine Befragung des Marktforschers IDC[1] zeigt: 2 von 3 Unternehmen, die eine SAP® Lösung im Einsatz haben, diskutieren derzeit nicht ob sie die jüngste ERP-Version von SAP einsetzen werden, sondern viel mehr ab wann. Die Zukunft der SAP ERP-Software ist damit klar S/4HANA®.

Keine Frage der Zeit ist hingegen die Anbindung der BEX-Komponenten an die neue Suite – denn diese ist ab sofort verfügbar.

Bei der Markteinführung von S/4HANA® in 2015 prognostizierten Experten wegen fehlender Business Cases und den großen Bedenken beim Umstellungsaufwand seitens der Anwender, dass es wohl zehn Jahre dauern würde bis sich die neue SAP Business Suite 4 SAP HANA® am Markt etablieren wird. Die bisherigen Verkaufszahlen[2] sprechen jedoch für einen weitaus schnelleren Verlauf.

Besonderheiten und Chancen

Mit der Einführung der neuen HANA-Enterprise-Platform, deren Kern die neue In-Memory-Datenbank SAP HANA darstellt, vollzog SAP einen Technologiesprung, der sich in S/4HANA widerspiegelt. Diese nutzt nicht nur die Vorteile der leistungsstarken SAP HANA-Datenbank sondern zeigt ebenfalls viel Potenzial für Effizienzsteigerungen bei SAP-gestützten Geschäftsvorgängen. Das neue Fiori UI soll zudem eine ansprechende Benutzeroberfläche bieten.

Laut SAP kann man allein mit der HANA-Plattform bis zu 37% der Kosten im Hardware- und Softwarebereich sparen. Des Weiteren spricht SAP-Mitgründer Hasso Plattner von Leistungseinsparungen bis zu einem Faktor 10[3]. Die Forschungen am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut lieferten die Grundlagen der HANA-Technologie.

Noch größer als die Steigerungen in der Leistung schätzen Experten die möglichen Verbesserungen bei der praktischen Anwendung ein. Als Beispiel hierfür zieht Plattner einen chinesischen Modehersteller heran, der seit der Einführung der neuen Suite seinen MRP2-Lauf (Materialbeschaffung) von mehr als 24 auf unter 2 Stunden verkürzen konnte[4].

Vereinfachung als Erfolgsfaktor

Der Produktname S/4HANA setzt sich aus dem Zusatz HANA, der auf die erwähnte neue Datenbanktechnologie „High Performance Analytic Appliance“ referenziert und aus S4, wobei „4“ für die vierte Produktgeneration und „S“ für „Simple“ steht.

Die Dinge „Simple“, also einfach, zu machen ist auch seit jeher das Anliegen der BEX. Die entwickelten Softwarekomponenten sollen die Arbeit im Zoll und im Außenhandel erleichtern. Auch aus diesem Grund steht die Integration dieser Komponenten in gängige ERP-Systeme im Fokus. Denn so können bestehende und ständig genutzte Stamm- und Bewegungsdaten optimal für und durch die Softwaremodule genutzt werden. Auf diese Weise müssen nicht auf zwei Systemen bspw. Kunden-oder Materialdaten abgeglichen ex- und importiert oder gar händisch gepflegt werden. Stattdessen werden die Komponenten als eine sinnvolle Ergänzung für die gewohnten Abläufe im Warenwirtschaftssystem genutzt.

Die BEX Komponenten für jedes gängige ERP-System nutzbar zu machen ist eine große Herausforderung, die erst durch die enge Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern realisiert wird. Die Kompatibilität für S/4HANA herzustellen war, dieser Maxime folgend, nur der nächste logische Schritt. Die teils radikalen Vereinfachungen in S/4HANA führten dazu, dass die bestehenden Anbindungen zum Vorgänger SAP ECC 6.0 gänzlich neu überdacht werden mussten.

Grund hierfür ist die Konsolidierung und Vereinfachung vieler Funktionen gegenüber der vorherigen Version. Die Überbleibsel der „Foreign Trade“-Funktionalität aus R/3, die in ECC 6.0 noch angelegt waren, wurden in S/4 bereinigt: Die Felder aus SD-FT (Sales and Distribution – Foreign Trade) und MM-FT (Material Master – Foreign Trade) sind in der neuen Suite zum größten Teil nicht mehr vorhanden oder werden einfach nicht mehr befüllt.

Gerade für die Anbindung der Warenursprungs- und Präferenzkalkulations-Lösung GENESYS stellte sich dies zunächst als ein scheinbar unüberwindbares Hindernis dar. Schließlich konnten neue Wege gefunden werden. Damit steht die beliebte, anpassbare Präferenzkalkulation mit ausgefeilter Verwaltung für Lieferantenerklärungen nun auch für S/4HANA bereit.

Außenhandelsschwerpunkt liegt bei GTS

Eine Untersuchung der Kölner Unternehmensberatung LINKIT Consulting von Januar 2018[5] erschließt: „Fast 90% der Befragten sehen die größten Benefits im Bereich Finance & Controlling – dem Bereich, den SAP in seiner ERP-Suite mittlerweile als „digitalen Kern“ bezeichnet. Erst mit großem Abstand folgen andere Unternehmensbereich wie Logistik (36%), Vertrieb (27%), Einkauf und Produktion (jeweils 22%).“

Diese Gewichtung bestätigt SAP indirekt: Mit S/4HANA for international trade hat man sich zwar zum Ziel gesetzt einige Funktionen wie die Intrastatmeldung aufzugreifen, jedoch soll „GTS die Kernlösung für Zoll- und Außenhandel bleiben, da die Daten aus vielen verschiedenen Systemen kommen.“[6]

Um die volle Funktionalität von ECC 6.0 im Bereich Zoll und Außenhandel in der neuen Business Suite zu gewährleisten ist man zusätzlich auf SAP Global Trade Services® (GTS) angewiesen. Deswegen ist für Unternehmen, die ihre Ausfuhranmeldung ohne GTS realisieren wollen, die Anbindung an AES FOR YOU! eine effiziente und einfache Lösung. Die Sanktionslistenprüfungslösung SANSCREEN ist dazu eine bereits verfügbare Alternative, zu den geplanten Cloud und Side-by-Side Integrationen von GTS.

 

Mehr Informationen zu den Produkten:

SANSCREEN
GENESYS
AES FOR YOU!


[1] https://news.sap.com/germany/idc-studie-s4hana/

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/SAP_S/4HANA

[3] https://news.sap.com/germany/die-starken-von-sap-s4hana-besser-verstehen/

[4] https://news.sap.com/germany/die-starken-von-sap-s4hana-besser-verstehen/

[5] https://www.presseportal.de/pm/121695/3860551

[6] https://news.sap.com/germany/aussenhandel_gts_s4hana/

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